Einsatz auf der Kippe: Diego Simonet.

05.01.2019 · Slider, Home, Nationalteams · Von: BP

Gegner Argentinien bangt um Superstar Simonet

Ein kongeniales Bruderpaar, ein Torwart mit deutschen Wurzeln und ein spanischer Erfolgstrainer - das ist die Mischung, mit der Argentinien bei der WM 2019 vom Einzug in die Hauptrunde träumt. Das letzte WM-Testländerspiel der DHB-Männer am Sonntag (14 Uhr, Livestream unter www.zdfsport.de, Tickets unter www.dhb.de/tickets) in der Kieler Sparkassen-Arena ist das sechste Duell gegen die „Gladiatoren“ für die DHB-Männer, alle fünf bisherigen gewann Deutschland. Die heutige Partie ist sowohl das zweite auf deutschem Boden (nach dem 32:20 im zweiten WM-Spiel des Jahres 2007 in Halle/Westfalen) und das zweite Testspiel (nach dem 25:22 im spanischen Algeciras in der Vorbereitung auf die WM 2009).

Seitdem hat sich bei Argentinien aber vieles getan, denn die Gauchos haben teilweise Handballgeschichte geschrieben und sich zur Nummer eins in Panamerika entwickelt. Auch ohne seinen Top-Star Diego Simonet holte das Team Ende Juni 2018 in Grönland seinen siebten Titel bei Panamerika-Meisterschaften - und vor allem der Trainer schrieb Geschichte: Nach Jordi Ribera (Spanien), Valero Rivera (Katar) und Toni Gerona (Tunesien) führte Manuel Cadenas die „Gladiatoren“ zur Goldmedaille - somit werden alle vier aktuellen Kontinentalmeister von Spaniern trainiert.

Cadenas, der seit Saisonbeginn parallel auch den weißrussischen Champions-League-Teilnehmer Meshkov Brest trainiert, hatte das Team von Eduardo Gallardo übernommen, der seit 2010 der Vater aller Erfolge war und ein Team aufbaute, das bei der Weltmeisterschaft 2011 in Schweden erstmals international für Furore sorgte, als man sogar die Gastgeber in der Hauptrunde schlug. Bei dieser WM traf man im eigentlich völlig bedeutungslosen Spiel um Platz elf auf Deutschland - und bot der DHB-Auswahl über 80 Minuten Paroli, denn der deutsche 40:35-Erfolg in Kristianstad stand erst nach zwei Verlängerungen fest.

Bereits in den Jahren 2010, 2012 und 2014 besiegten die Argentinier ihren Kontrahenten Brasilien im Panamerika-Finale. Der einzige Rückschlag folgte 2016, als Argentinien das Halbfinale gegen Brasilien verlor und nur den dritten Platz belegte. Ab 11. Januar starten die Gauchos bei ihrer zwölften Weltmeisterschaft in Folge - und das beste Ergebnis ist immer noch der zwölfte Platz von 2011 (und 2015). In Gruppe D in Kopenhagen treffen sie auf Ungarn, Schweden, Ägypten, Angola und Katar - der dritte Rang und damit der Einzug in die Hauptrunde ist das große Ziel, entscheidend dafür dürften die Duelle mit Ägypten und Katar werden. „Die Europäer sind zu stark für uns“, sagt Trainer Cadenas.

Stars im Team sind die drei Simonet-Brüdern Sebastian, Pablo und Diego. Letzterer war nicht nur der erste argentinische Spieler, der im Mai 2018 mit Montpellier die Champions League gewann, sondern er wurde sogar als MVP des FINAL4 ausgezeichnet. Nachdem er sich im September 2018 die Hand gebrochen hat, hofft er nun darauf, rechtzeitig zur WM wieder fit zu werden. „Wir wissen allerdings nicht, ob es bis zum WM-Start reicht. Zudem ist Kreisläufer Gonzalo Carou verletzt“, sagt Cadenas. Neben dem Simonet-Trio spielen viele Gaucho-Spieler für europäische, meist französische und spanische, Vereine. Dazu zählt auch Torwart Mattias Schulz, der früher einmal in der 2. Bundesliga auflief, dann mehrere Jahre in Spanien spielte und heute bei Pfadi Winterthur zwischen den Pfosten steht.

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